Aus gegebenen Anlass, nämlich dem 30. Geburtsjubiläums meines Brüderchens, übergehen dieses mal Glückwünsche ganz im Sinne unserer Arbeit multimedial.
Ein Paket mit einer erlesenen Auswahl an nützlichen Dingen und haarsträubendem Quatsch ist bereits auf wem Weg. Es könnte jedoch leicht passieren, dass in diesem Jahr Geburtstag und Weihnachten erstmals zusammenfallen. Je nachdem wie schnell der Kahn über den Ozean schippert.
Wer in Delhi von A nach B kommen möchte, hat im wesentlichen drei Möglichkeiten. Zu Fuß, mit der Metro oder mit der Rickshaw. Der Preis für die eigenen zwei Beine erscheint mir dabei oftmals am teuersten. Tagsüber bezahlt man jeden Kilometer mit einem Sturzfluß aus Schweißperlen. Für längere Strecken eignet sich die Metro. Ist man zu Träge die nächstgelegene Station aufzusuchen, schnappt man sich eine Motor Rickshaw (Tuck Tuck) für die man locker das dreifache hinblättert.
Doch was tun, wenn selbst auf einer Kurzstrecke die Beine schwer werden wie einst bei Jan Ulrich? Die Lösung: Cycle Rickshaw. Man nehme 1 klappriges altes Fahrrad und ersetze das Hinterrad durch zwei große Räder im Abstand von ca. 1,5 Metern. Nun bastelt man noch ein Metallgestelle aka eine Fahrgastbeförderungszelle darauf und überzieht diese anschließend noch mit 2-3 “Polsterungen” aus gepresstem Allerlei. Fertig ist die Rickshaw. Fast so einfach wie der Zusammenbau von “Billy” oder “Sultan Fangebö” aus dem schwedischen Einrichtungshaus.
Da ich leider keinen Schweißbolzen zur Hand habe, greife ich also auf die bereits vorhandenen Rickshaws samt Fahrer zurück. Womit wir nach drei langen Absätzen endlich auch beim Thema wären. Click to continue »
Train To Nowhere: Der Kurzfilm entstand größtenteils auf unserer Fahrt nach Gurgaon (Vorort von Delhi) in welchem wir 1x pro Woche mit 8 Mädels arbeiten. Aufgenommen von Aaron, unserem australischen “dritten” Mitbewohner. Mehr dazu in Kürze zum Thema Filmprojekt. Enjoy!
Wieder eine Woche rum. Wieder viel passiert. Es scheint, als folgte der Sonntag direkt auf den Montag. Erst beim Schreiben dieses Artikels wird mir klar, wie viel in dieser einen Woche passiert ist. Zu viel um von allem zu berichten.
Um den guten, inzwischen auch alten Bob nicht umsonst seines Titels beraubt zu haben, beschränke ich mich deswegen auf die großen und kleinen Veränderungen der vergangenen Woche. Click to continue »
Inzwischen haben wir die ersten 14 Tage unserer Arbeit mit den Kids von Salaam Baalak Trust (SBT) erfolgreich hinter uns gebracht. Grund genug unsere Arbeit kurz zu umreißen und erste Ergebnisse zu präsentieren.
Unser erstes Projekt, an welchem wir an vier der fünf Arbeitstage arbeiten, ist ein Photokalender für das kommende Jahr. 2012, 12 Monate, 12 Bilder. So kurz, so easy. Der Kalender soll nach unserer Arbeit günstig gedruckt werden und anschließend bei den City-Walks an Touristen verkauft werden. Markting, Werbung und Umsatz in einem. Very nice!
Am vergangenen Sonntag nutzte ich die freie Zeit, um mir ein eigenes Bild des Spektakels um „Anna“ Hazare machen zu können. Sengender Hitze zum Trotz strömten zigtausende Demonstranten aus allen Himmelsrichtungen zum Ramlila Ground im Herzen Neu-Delhis, um ihrem großen Hoffnungsträger Hazare zuzujubeln.
Bemerkenswert, wie innerhalb kürzester Zeit Bretterbuden mit kostenlosem Trinkwasser, Keksen, medizinischer Versorgung oder Toiletten aus dem Boden gestampft wurden. Gegen diese Art des kollektiv organisierten Protests erscheint selbst die Hochphase um Stuttgart 21 wie ein Kindergeburtstag mit den fünf besten Freunden.
Der 1.000 Eurocrash, Spekulationen um Thomas Gottschalks Einkommen oder Fritz Wepper, der mit 70 nochmal Papa wird. Zugegebenermaßen haben es inner-indische News nicht leicht in Deutschland Gehör zu finden. Für eine saftige Headline sollte schon ein kleines Bömbchen hochgehen oder wenigstens der Monsun einige hundert Lehmhütten wegschwemmen.
Derartige News sind in diesen Tagen zum Glück Mangelware hier in Indien. Für viele andere interessante und spannende Ereignisse gibt es zukünftig die Rubrik “Insight India”, in der ich gewohnt undifferenziert den Hofberichterstatter spiele.